
- Die erste Ernte von unserem Beet
Seit März gärtnern wir im Gemeinschaftsgarten “Rosa Rose” mit. Dieser grüne Fleck in Friedrichshain ist einer von vielen Gemeinschaftsgärten in Berlin. Entstanden auf einer ungenutzten Freifläche ist er mehr als ein Ort, um sein eigenes Gemüse anzubauen. Er ist ein Ort des Treffens, der Begegnung. Unser Beet haben wir zusammen mit Christina einer Spanierin und Tina einer amerikanisch-deutschen Germanistin angelegt. Das Alter der Gartenbenutzer variiert von 5 bis zu geschätzten 80. Egal ob Kind, Student, gestresster Arbeiter,Punker oder Oma. Das Konzept Garten ist so universell, dass es jeden anzieht - der perfekte Ausgleich zum Asphalt und Beton der Stadt. Ob Kinoabend, Party, Sonnenbad am Nachmittag oder gemeinsames Bierchen am Abend (oder andersrum). Hier ist Platz für alles solange das Wetter halbwegs mitspielt.
Es ist kein Zufall, dass das Paradies ein Garten war. Wir liegen auf dem Grassofa im angenehmen Schatten und ein paar Spatzen klettern in geschossenen, riesigen, blühenden Kohlpflanzen herum. Was passiert mit Brokkoli, wenn man ihn nicht erntet? Wie sieht sein Leben jenseits der Supermarkregale aus? Wer weiß das heute schon noch?

- Die mediterranen Pflanzen der Kräuterspirale passen perfekt zur sonnigen Lage des Gartens
Für mich ist der Garten ein riesiges Experimentierfeld: Kann man einen Johannisbeerbusch als natürlich Rankhilfe für Erbsen einsetzen oder bekämpfen die beiden sich gegenseitig? Fühlen sich Erdbeeren am schattigen Fuße eines Haselnussbuschs wohler als in der prallen Sonne? Welche Pflanzen passen zum trocknen sonnigen Mikroklima des Gartens?
Sobald ich mehr weiß, werd ich’s hier berichteten…
Da fällt mir noch ein: Am 5. Mai ist der 2. Geburtstag des Gartens und zur Gartenparty ab 15 Uhr ist jeder eingeladen.